2000 fuhr ich das erste mal das rennen rund um den henninger turm bei den u23 fahrern und bereits damals verliebte ich mich in dieses rennen. Der kurs ist fast auf mich zugeschneidert mit seinen vielen schweren aber nicht zu langen anstiegen und die zuschauerkulisse ist absolut einmalig. 2002 gelang mir dann, ebenfalls noch bei den u23 fahrern, mein wohl größter erfolg als ich hinter meinem teamkollegen und freund berni kohl 2. wurde und die bergwertung gewann. Damals schworen wir uns am podest, dass wir eines tages auch bei den profis am start sein werden. 2004 brach ich mir dann 3 wochen vor dem henninger turm bei rund um köln das schulterblatt, doch trotz aller wahrnungen startete ich bei meinem lieblingsrennen, musste aber nach 190km im strömenden regen, 10km vor schluss, das rennen aufgeben. Heuer bekamen wir zu meiner freude wieder eine einladung zu deutschlands größtem klassiker und ich wollte unbedingt eine gute leistung zeigen. Von anfang an merkte ich, dass ich sehr gute beine hatte und fuhr in den anstiegen im taunus einige attacken mit und mit fortdauer des rennens befand ich mich in der nur noch rund 50 mann großen ersten gruppe mit der absoluten elite des int. radsports. Nicht einmal in den letzten steilen anstiegen wo tausende von fans für gänsehaut sorgten hatte ich probleme und konnte mich ganz vorne behaupten. Auch tommy und totsch waren noch bei mir, doch leider hatte totsch in der letzten abfahrt defekt und hatte aufgrund des unheimlich hohen tempos keine chance wieder aufzuschließen. Tommy versuchte 20 km vor dem ziel noch sein glück in der flucht, wurde aber nach 3km wieder vom rasenden feld gestellt. Auf den 3, 5km langen, schlussrunden, die wirklich um den henninger turm führen, fühlte ich mich noch immer unglaublich und entschied mich dafür alles auf den sprint zu setzen. Bei der 1km marke war ich noch an 7. position direkt am hinterrad von erik zabel, doch kurz vor der letzten kurve wurde das tempo plötzlich kurz rausgenommen und ich wurde komplett eingeklemmt. Am ende reichte es für mich zum 17. platz worauf ich wahnsinnig stolz bin und ein super ergebniss ist, doch weiß ich für mich selbst, dass noch mehr drinnen gewesen wäre, womöglich sogar mein traum von einer top 10 platzierung. Aber ich habe wieder einmal bewießen, dass mir kein anderes rennen so gut liegt, und ich hoffe, dass ich noch einige ,,rund um den henninger turm” rennen vor mir habe. Und das nächste mal wirds top 10 ;-) !! Das nächste rennen für mich ist die friedensfahrt, ebenfalls ein rennen der ,,hors category” wo die erste etappe in schrems, dem sitz unseres sponsors elk haus, endet. Ich hoffe, dass ich dort weiterhin diese gute form habe, denn dann könnte ich dort dem sponsor möglicherweise viel freude bereiten ;-) glg, rucki und danke für die vielen glückwünsche zum henninger!