Wir sind wieder zurück und ich kann nur sagen, sehr schön wars! Zwar war die trophy heuer anders und nicht mehr so ein großes abenteuer, aber wenn man zum dritten mal dabei ist, gibt es nicht mehr so viel komplett neues und man weiß auch auf den etappen was einen erwartet. Außerdem merkte man heuer, dass 80 statt wie sonst nur 40 starter waren und irgendwie fühlte man sich manchmal schon wie bei einem rennen, mit richtigen teams und teamtaktik. Mauro bettin fuhr heuer z.b. wieder für das dreamteam und ihm wurde nicht nur das rad nach der etappe gewaschen und repariert, bei leichten etappen eine starre gabel und andere reifen montiert, das zelt aufgestellt, das gewand ausgewaschen, sondern wenn er einen defekt hatte, bekam er sofort von einem teamkollegen ein neues laufrad. So verlor er bei einem ,,patschen” ca. 30 sec und wenn man selbst schlauch wechseln musste verlor man ca. 10 min. Bei durchschnittlich 3-4 defekten während den 2 wochen ein ganz schöner unterschied. Darum ist, ohne seine leistung am rad schmälern zu wollen, mauro für mich kein richtiger crocodile trophy gewinner sondern ein ziemliches weichei. Der vorjährige gewinner christoph steven gewann noch richtig, ohne team, ohne betreuer, ohne mechaniker, nur seine freundin war mit und für die hat er das gepäck zum truck getragen und das zelt aufgestellt. Und er saß jeden abend mit anita am lagerfeuer oder besuchte ein ortliches pub und ging nicht um 8 uhr schlafen, kurz gesagt, er genoss das abenteuer croco trophy und gewann trotzdem. Vielmehr waren für mich die vielen hobbyfahrer, die sich manchmal bis zur dämmerung am rad quählten und vor allem marc herremans und sein team glenn, dirk und gii die wahren gewinner dieser trophy. Was marc und sein team vollbracht haben war wirklich einmalig und dieser mann ist einfach einmalig. 2001 war er mit 26 jahren 6. auf hawai und ist seit einem trainingssturz im jänner 2002 vom brustwirbel abwärts gelähmt- Doch er gab nicht auf, kämpfte weiter und siegte 2005 beim ironman hawaii in weltrekordzeit mit handbike und rollstuhl (seine schwimmzeit war übrigens 1h12min!! mit einer querschnittlähmung vom brustkorb abwärts!). Sein nächstes ziel war dann die crocodile trophy und was vorher 99,9% aller menschen für unmöglich gehalten haben, machte er mit seinem team tatsächlich war. Nach 10 tagen, in denen er oft bis zu 13 stunden am handbike unterwegs war, begleitet von glenn und dirk auf dem rad und guy im auto (der ihm auch die strecke ausleuten musste, den meist war es stockdunkel wenn marc ins ziel kam) und vielen körperlichen problemen (wundgesessen, sonnenbrand an den beinen mit anschließendem fieber) kam er tatsächlich am cape tribulation unter dem jubel aller teilnehmer und mitarbeiter an und ihm zu ehren warteten alle radfahrer vor der ziellinie auf ihn und ließen ihn als ersten den letzten zielstrich überfahren. Da blieben nicht viele augen trocken und selbst ganz harte aussies hatten tränen in den augen (gell flynni). Julia und ich hatten überhaupt das glück, marc bereits am ersten tag kennenzulernen und da wir uns so gut mit ihm und dem team verstanden versuchten wir ihnen jeden abend so viel arbeit wie möglich abzunehmen und sie bestmöglich zu unterstützen. So lernten wir alle besser kennen und die ganze truppe wuchs uns richtig ans herz und wir haben wirklich neue freunde kennengelernt. Nach der trophy wohnten wir dann noch kurz in cairns bei struan und hatten ein richtiges aktivprogramm: neben extrem shopping in den surfshops gings zuerst zum wakboarden und dannach zum einlösen der wette, die ich mit struan und julia laufen hatte. Wenn ich eine etappe gewinne (hab dann gleich 3 gewonnen) muss ich bungy jumpen! Also auf zu aj hackett ( www.ajhackett.com.au ) und vom 50 meter turm runter! Bei raufgehen auf den turm war ich noch recht cool, aber als ich am abrund stand und springen sollte hatte ich echt nur mehr panik und wollte umdrehen. Doch der instructor ließ nicht lange mit sich diskutieren, sagte noch we’re all afraid und begann zu zählen, 5,4,3,2,1 bungieeee. Und da man dort oben sowieso nicht mehr denken kann, springt man einfach. Und dann wirds echt geil und man ist den ganzen tag noch im adrenalinrausch. Am nächsten tag gings dann nach mermaid beach, 8km südlich von surfers paradise, zu robbie mcewen und seiner familie wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden und uns bereits nach kurzer zeit wie ein teil der familie fühlten. Besonders die kinder ewen (5jahre) und elena (20monate) hatte viel freude mit uns und hätten julia wohl am liebsten gleich dortbehalten. Auch sonst hatten wir viel spass, machten einen surfkurs, gingen mit den mcewens zu einer melbourne cup party wo wir nick gates(lotto), jason phillips(heinz v. heiden) und kane oakley (dfl cyclingnews) traffen und genossen den urlaub an der goldcoast! Der ist jetzt leider vorbei und bereits gestern war ich bei meiner ersten vorlesung auf der uni und am 1. dec geht wieder das training für die neue saison los! Also dann, take care, catcha rucki