Mallorca Challange
Heute melde ich mich aus ca 11000m höhe vom heimflug aus mallorca wo gestern unsere ersten saisonrennen bei der mallorca challange zu ende gingen. Die ersten rennen sind für mich ja immer besonders schwer, da ich die 3 wintermonate ausschließlich zum grundlagentraining nutze und so mein körper immer einen gewaltigen laktat schock bekommt, und so wußte ich schon vorher, dass die rennen für mich ein überlebenskampf werden. Die mallorca challange hat ja ihre eigenart, dass sie aus 5 eintagesrennen besteht, wo täglich 10 andere fahrer pro team starten können, wer aber alle 5 rennen fährt, auch in die gesamtwertung miteinfließt. Das heißt bei 20 teams, jeden tag 200 starter, wobei ca die hälfte frisch ist. Ich bin trotzdem, um rennkilometer zu sammeln, alle 5 rennen gefahren. Und die ersten tage waren zum verzweifeln. Wenn man merkt, dass am berg ca 130 fahrer stärker sind und einen abhängen wie es ihnen passt, braucht man schon eine gute psyche um nicht völlig zu verzweifeln. Erst am letzten tag, nach 4 tagen mit vielen schmerzen und laktat im ganzen körper, wollte ich unbedingt gut fahren um die challange doch noch versöhnlich zu beenden. Das es am start regnete und nur 8 grad hatte, war zwar nicht wirklich aufbauend, aber ich wollte es trotzdem durchziehen. Vom start weg ging es gleich zur ersten bergwertung und mir wurde bald bewußt, dass ich nicht der einzige war, der heute gut fahren wollte. 200 fahren stürmten bei km 0 los, als ob bei der ersten bergwertung ziel sei. Nach nur rund 10km hatte sich das feld bereits halbiert, machte aber keine anstalten langsamer zu fahren. Vorallem das team katjuscha mit pfanni machte ordentlich dampf. Kurz nach der ersten bw hörte auch der regen auf und es blinzelte sogar die sonne raus. Mir ging es recht gut und ich hatte bei keinem anstieg probleme und so hoffte ich im sprint der am ende verbliebenen 50 fahren ordentlich reinhalten zu können. Leider war ich auf mich alleine gestellt und musste auf den letzten 3 km immer wieder im wind alleine vorfahren, und so war am ende nicht mehr als der 21. platz drinnen. Trotzdem war ich zufrieden und froh, dass ich nach ein paar renntagen doch noch ein recht gutes niveau zusammengebracht habe. Jetzt heißt es daheim mal mit lockerem training das viele training und die rennen sacken zu lassen und zu hoffen, dass es bei het volk nächste woche endlich mal gut rollt……
